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FDP- Fraktion: Schmitt unterstützt Hebammenverband bei Mahnwache

Berufskosten der Hebammen unverhältnismäßig hoch

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Saarbrücken, 20.07.2010 – Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP im Landtag des Saarlandes, Christian Schmitt, wird an der morgigen Mahnwache des Hebammenverbandes vor der Saarbrücker Karstadt-Filiale teilnehmen, um auf die unverhältnismäßig hohen Berufskosten der freiberuflichen Hebammen hinzuweisen.

Schmitt: „Die finanzielle Situation der freiberuflichen Hebammen ist katastrophal und muss dringend verbessert werden. Bereits vor der massiven Anhebung der Haftpflichtprämien - um satte 1300 Euro jährlich auf jetzt rund 3700 Euro - war es um die Bezahlung der Hebammen nicht rosig bestellt. Zwar wurde von der Schiedsstelle eine Vergütungs- Erhöhung beschlossen, allerdings ist diese lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein und keinesfalls wirksam genug, um die finanzielle Misere der Hebammen zu lösen. Freiberufliche Hebammen bekommen nun für eine außerklinische Geburt 100 Euro mehr. Im Saarland, wo pro Jahr nur rund 40 Kinder außerhalb von Kliniken zur Welt kommen, entscheiden sich aber die meisten Frauen für eine Geburt in einem Krankenhaus. Hierfür erhalten die freiberuflichen Hebammen nach dem Willen der Schiedsstelle eine Geburtenpauschale 237 Euro brutto - ganze acht Euro mehr als zuvor - ein verschwindend geringer Betrag. Dabei ist es unwesentlich, wie lange eine Geburt dauert. Außerdem ist in der Pauschale die Betreuung acht Stunden vor und drei Stunden nach Geburt enthalten.  

Erschwerend kommt hinzu, dass freiberufliche Hebammen verpflichtet sind, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Durch die hohen Berufskosten sind immer mehr Hebammen gezwungen, ihren Beruf aufzugeben, da die Arbeit die anfallenden Kosten längst nicht mehr deckt. Wird hier nicht gegengesteuert, werden wir bald eine flächendeckende Versorgung inklusive Wahlfreiheit der Mütter nicht mehr gewährleisten können. Die aktuelle Situation kann weder für Hebammen noch für werdende Mütter befriedigend sein.“       


Ansprechpartnerin:

Karoline Maria Galal
Presse- und öffentlichkeitsarbeit

Franz-Josef-Röder-Straße 7
66119 Saarbrücken
T: 0681 – 5002 – 474
F: 0681 – 5002 – 477
M: 0160 – 93 85 46 00
k.galal@landtag-saar.de



Veröffentlicht am: 20.07.2010
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