Saarbrücken, 12.03.2010 – Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Horst Hinschberger, wird auf der heutigen Fraktionsvorsitzendenkonferenz der Länder in Frankfurt anmahnen, den aktuellen Mehrwertsteuerkatalog dringend zu reformieren. „Schulessen wird mit 19 Prozent besteuert, nämlich dann wenn ein Catering-Unternehmen das Essen in der Schule zubereitet, ausgibt und das Geschirr abwäscht. Wenn das gleiche Unternehmen dagegen das fertige Essen bringt, werden nur sieben Prozent Mehrwertsteuer fällig. Gleiches gilt für Fast Food bei Mitnahme. Auch hier werden die Anbieter mit nur sieben Prozent zur Kasse gebeten. Einer der absurdesten Unterschiede in der Besteuerung herrscht zwischen Babynahrung und Hundefutter. Wieso ist die Nahrung unserer Kinder mit 19 Prozent Mehrwertsteuer belegt, Tiernahrung aber nur mit sieben? Das kann man doch keiner jungen Familie erklären! In unserem Mehrwertsteuersystem herrscht ein Wirrwarr, den kein Mensch versteht. Diesen Missstand gilt es schnellstmöglich zu beseitigen. Deshalb werde ich das Thema auf der heutigen Fraktionsvorsitzendenkonferenz ansprechen“, sagt Hinschberger.
Das schwarz-gelbe Bündnis hat angekündigt, eine Kommission einzusetzen, die sich mit den unterschiedlichen Steuersätzen auseinandersetzen soll. „Solch einer Ankündigung müssen aber auch Taten folgen, und zwar zügig“, so Hinschberger abschließend.
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